noch am abend vorher gewitter und stürmische böen, am tag der kunstnacht aber eitel sonnenschein mit temperaturen um die 34 grad! der aufbau mußte quasi am gleichen tag erfolgen, mit all den geübten helferinnen ein wahres vergnügen gleich in den frühsten morgenstunden.
bereits um 18.00 uhr erschienen die ersten gäste, teilweise hitzegeplagt, doch dann kühlte es ab und der garten bot bei herrlichen temperaturen wunderbare kunststunden.
bilder zum thema hingen an wänden, in bäumen, an mauern und gestellen, viele kleine und große objekte und installationen forderten dazu auf, seine neugier zu befriedigen: beispielsweise 7 wörter in eingravierten „goldbarren“ in zündholzschachtelgröße ergaben in entsprechender reihenfolge gelesen einen aphorismus, minifigürchen thronten auf styroporsitzen um nach der künstlichen oder wahren intelligenz ausschau zu halten oder man konnte in auf seidenpapier gekritzelten wünschen herumblättern und deren sinn erkunden. und wer sich traute, war dazu aufgefordert, in ein oben geschlossenes pinkfarbenes gefäß fassen, um herauszubekommen, ob dies tatsächlich ein glücksgriff war: das waren die wahrhaft neugierigen!
während der performances wurden die gäste interviewt zum thema neugier, es wurde wortgeplänkel mit assoziationen verbunden, das thema NEU-GIER.de von den einzelnen wortteilen her durchleuchtet, zerpflückt zum neu-denken aufgefordert.
spanni&carlos, die beiden hervorragenden gitarristen, brillierten mit coverstücken ausgesuchter coleur, die besucher waren fasziniert. schließlich konnte bei anbruch der dunkelheit franz pröger mit lichtstücken, auf die hauswand projiziert, den garten in meditative stimmung versetzen.
für mich und ich glaube auch für die gäste (von ihnen im nachhinein immer wieder hervorgehoben) ein abend, der neben der befriedigung der neugier auch zeit zum staunen, der begegnung und des austausches geboten hat.