zu der ausstellung „sternstunden“ wurde ich eingeladen, zu diesem thema den literarischen teil  bei der vernissage am 09.08.2026 zu übernehmen.

meine performance beschäftigte sich  mit dem allumfassenden prozess künstlerischen schaffens auf allen ebenen, bei dem die tiefsten schichten auf höhenflüge und scheinbare emsige leistungsanhäufungen…..

„linien locken lichterfäden, leise laut voll lebenskraft,…wasser wandelt winzigkeiten, wurzelt weiter…erdbeermund; eckig, wellig, grade, rund…..“

……durch resignation, hinterfragung und abwertung antworten können,

„…alles ist hin hin hin…hin-über, hin-unter, hinweg, hin-ab..“

……bevor das „hin“ die positiven wort-verbindungen zu wagen wagt…“hin-an, hin-auf,..auf…..“.

ein engel flüstert und bringt botschaften von licht, balancierenden schritten, gestrauchelten gestalten, verdrehungen, fallen und fesseln, doch schließlich auch von geheimnissen und freundschaften, mut und beständigkeit und liebe all überall. die aufforderung, weiterzuwirken, weiterzumachen spornt die seele an, ihre kraft über sich hinaus frei zu lassen und vorzudringen in das unergründliche.

„…und wer weiss schon….wann und wo…sich der himmel öffnet…ins all…für alles…und uns alle?“

die performance lebte von einzelnen abschnitten, angekündigt durch monotone klangfrequenz, durch die immer wieder kehrende aufforderung zu sehen zu schauen zu spähen zu spüren..hielt sich in poetischem stabreim und freien textstellen auf bis hin zu gesummten und gesungen angedeuteten liedstrophen und gassenhauern. der vortrag mit ruhigen, schnellen, wechselnden stimmfrequenzen versetzte die zuhörer in vielgestaltige auseinandersetzung und innere anteilnahme, was sie in der reflexion immer wieder ausdrückten. „meine seele hat sich getraut, mit mir zu sprechen“, so eine dame, die mir von herzen dankte. auch ich war ergriffen, von allem und danke für alles.